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Wir sehen es als unsere Aufgabe an, Eltern und ihre Kinder ein Stück des Weges zu begleiten und zu unterstützen. Die Bedürfnisse von Eltern und Kindern zu erkennen, wahrzunehmen und danach zu handeln.

Wenn die Eltern sich entscheiden ihr Kind in eine Kinderbetreuung zu geben, dann ist damit eine gewissen Herausforderung verbunden. Nämlich loszulassen, sich auf Neues einzulassen, dem Kind die Möglichkeit zu geben, eine neue Welt zu entdecken. 

Eine gute Eingewöhnungsphase für das Kind hat bei uns oberste Priorität! Dem Kind die Zeit zu geben, die es braucht um gut bei uns anzukommen. Sich in der neuen Umgebung und Situation zurecht zu finden und eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Betreuerinnen und Kindern zu entwickeln. Die Kinder in ihrer Individualität, im Denken, Tun und Fühlen und ihrer jeweiligen Familiensituation zu berücksichtigen, dem versuchen wir nachzukommen. Es ist uns auch ein Anliegen, die uns anvertrauten Kinder zur Selbständigkeit hinzuführen, gleich dem Montessoriprinzip: „Hilf mir es selbst zu tun!“

Strukturen und Regeln im Tagesablauf, ein sich wiederholender Rhythmus, geben dem Kind Halt und Sicherheit.
Fördern und Fordern ohne zu überfordern, begleiten unsere Arbeit schon mit den Kleinsten. Sich etwas zuzutrauen, etwas geschafft zu haben, die Zeit ohne Mama gut zu bewältigen, erfordern höchste Anstrengung, und bedarf des Lobes und der Anerkennung!

Gemeinsames Tun...wie kleistern, kleben, reißen, eine gesunde Jause zubereiten, Tisch decken und abräumen u.v.m., sind fest im Kibealltag integriert. Einen besonderen Platz hat das gemeinsame Singen und Musizieren bei uns gefunden. Wir spielen Flöte, Geige und Gitarre und manchmal hört man auch die Trommel schlagen.

Lieder, Geschichten, gemeinsames Spielen und Basteln, bereichern unser Leben, beflügeln unsere Phantasie. Mit allen Sinnen erleben, erfahren, entdecken und begreifen, dazu wollen wir die Kinder in der jeweiligen Gruppe ( Käferle und Müsle ) im Morgenkreis hinführen.
Der Bezug zur Natur, die Bewegung an der frischen Luft, die Wertschätzung den Menschen, Tieren und Dingen wie Spielsachen, Büchern,...gegenüber, wollen wir auch vermitteln.

Toleranz, Hilfsbereitschaft, Achtsamkeit und das Teilen sind Eigenschaften, die wir pflegen und weitergeben möchten. Deshalb haben auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen immer einen Platz in Paul´s Garten.

Wir möchten die Eltern auf die Wichtigkeit von Ritualen hinweisen und aufmerksam machen. Das Gespür zu entwickeln, wie es sich für das Kind anfühlt, wenn es ohne Stress und Hektik in die Einrichtung gebracht wird. Sich bewusst die Zeit nehmen, es in entspannter Umgebung der Betreuerin zu übergeben. Ein Ritual des Abschiednehmens zu entwickeln, ohne es unnötig hinauszuzögern. Diese Wertschätzung soll dem Kind von den Eltern entgegengebracht werden. Dies gilt auch beim Abholen.
Es gelingt nicht gleich von Anfang an, es braucht Zeit, Geduld und kann eine  ganz schöne Herausforderung darstellen. Doch wichtig ist die Konsequenz der Eltern, das Vertrauen, die Sicherheit und Gewissheit, dass das Kind hier gut aufgehoben ist. Es braucht Zeit und Vertrauen zwischen Eltern und Betreuern, welches auf Offenheit und Kommunikation beruht. Auf der Basis von gegenseitigem Respekt und Achtung kann eine gute Erziehungspartnerschaft gelingen. Das heißt, die Kompetenz der Eltern zu stärken, selber Lösungsansätze zu finden, und sie darin zu begleiten und zu unterstützen.

Wir gestalten für jedes Kind eine sogenannte `Portfoliomappe` die Entwicklungen, Fortschritte, besondere Feste und Ereignisse dokumentiert. Geschichten, Lieder, Fotos und der Alltag in Paul`s Garten werden so zu bleibenden Erinnerung für Eltern und Kinder.

Es liegt in unseren Händen und unserer Verantwortung, dass sich die uns anvertrauten Kinder und ihre Eltern, gut bei uns aufgehoben wissen. Ihnen mit Respekt, Achtung und Wertschätzung zu begegnen, damit es für alle eine Zeit der Freude, des gegenseitigen Lernens und der Bereicherung wird.